Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung

Dem Chaos Computer Club (CCC) wurde ein wissenschaftliches Gutachten der kriminologischen Abteilung des Max-Planck-Instituts (MPI) für ausländisches und internationales Strafrecht zugespielt, das sich detailliert mit der Frage der angeblichen "Schutzlücke" durch den Wegfall der Vorratsdatenspeicherung nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 2. März 2010 beschäftigt. Die Studie kommt zum eindeutigen Ergebnis, daß eine solche immer wieder behauptete Lücke nicht besteht. Die angebliche Notwendigkeit der Speicherung von 300 bis 500 Millionen Datensätzen pro Tag kann laut der Untersuchung nicht durch kriminologische Statistiken belegt werden.

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Schwachstellen in Apache HTTP-Server

Die im Apache HTTP-Server gefundenen Schwachstellen lassen sich für Enthüllung sensibler Daten und DoS-Angriffe ausnutzen. Durch ein speziell manipuliertes Cookie könnte sich der Server zum Absturz bringen lassen. Schuld ist ein Fehler bei der Behandlung von "%{cookiename}C".
 

eleven warnt vor Drive-by-Spam-E-Mails

Die Welle des Drive-by-Spam dauert an. Dabei handelt es sich um HTML-E-Mails, welche schon beim Anzeigen im E-Mail-Client über ein JavScript Malware aus dem Internet auf den Rechner des Nutzers lädt. Die Infektion geschieht dabei ähnlich wie bei Drive-by-Downloads, ohne dasss der Umweg über den Web-Browser genommen wird. Im Gegensatz zu klassischen Verbreitungsmethoden von Malware muss hierbei kein Anhang geöffnet und kein Link angeklickt werden – der Malware-Download wird schon durch das Öffnen der Nachricht aktiviert. 

Drive-by-Spam stellt eine neue Qualität der Bedrohung durch Malware-infizierte Spam-E-Mails dar. E-Mail-Nutzer können sich schützen, indem sie einen wirksamen Spam- und Virenschutz einsetzen und ihren E-Mail-Client so konfigurieren, dass HTML-E-Mails nicht angezeigt werden. In diesem Fall erscheint der HTML-Inhalt als Anhang, ein bloßes Öffnen der E-Mail führt dann nicht zur Infektion.

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Lücke im Windows Media Player

Eine Sicherheitslücke in der Windows Multimedia-Bibliothek, gegen die Microsoft beim ersten Patch Day dieses Jahres ein Update bereit gestellt hat, wird für Angriffe im Web ausgenutzt. Dabei wird mit Hilfe speziell präparierter Web-Seiten Malware in Rechner eingeschleust, auf denen das Sicherheits-Update noch nicht installiert ist.

Im Malware Blog des Antivirusherstellers Trend Micro berichtet Roland Dela Paz über einen Exploit für die MIDI-Sicherheitslücke in Windows, die Microsoft im Security Bulletin MS12-004 behandelt hat. Eine dafür präparierte Web-Seite enthält zwei schädliche Elemente: eine speziell gestaltete MIDI-Datei sowie Javascript-Code, der in die HTML-Seite eingebetteten Shell-Code dekodiert.

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Agnitum aktualisiert Anti-Malware-Engine

Anwender von Outpost Pro Anti-Virus erhielten ein automatisches kleineres Update für die Virenschutz-Engine und die Virendatenbank. Diese neue Engine hat die interne Versionsnummer 5.4.1 und läuft reibungslos mit dem neuesten Malware-Datenbankformat (v14).

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Microsoft ignoriert XSS-Lücke im IE

Microsofts Internet Explorer ruft trotz Warnungen von Sicherheitsexperten Web-Adressen immer noch nicht korrekt auf. Dadurch könnten Hacker den IE-Nutzer auf andere Webseiten leiten und diese beispielsweise für Phishing-Angriffe nutzen.

Rob Rachwald, Experte beim Sicherheitsanbieter Imperva, warnt im Blog des Unternehmens vor einer Sicherheitslücke im Internet Explorer. Sie ermöglicht Angreifern XSS-Attacken (Cross-Site-Scripting). Dadurch könnten potentielle Opfer über manipulierte Web-Links auf andere Web-Seiten gelockt werden, was wiederum Phishing-Angriffe ermöglicht.

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22 EU-Staaten unterzeichnen Anti-Piraterieabkommen ACTA

Vertreter der EU sowie 22 der 27 EU-Mitgliedsstaaten haben in Tokio das internationale Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterzeichnet. Es wird erwartet, dass die übrigen Staaten – darunter Deutschland – das Anti-Piraterieabkommen unterzeichnen werden, sobald die dazu erforderlichen Verfahren abgeschlossen sind, wie das Japanische Außenministerium mitteilte. Australien, Japan, Kanada, Marokko, Neuseeland, Singapur, Südkorea und die Vereinigten Staaten hatten schon am 1. Oktober zugestimmt. Es fehlen noch Unterschriften von Mexiko und der Schweiz.

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