Verschlüsselungstrojaner wie Locky und Cerber – aber auch diverse andere fortschrittliche Malwaretypen – bereiten Unternehmen aller Größenordnungen bereits seit Monaten Kopfzerbrechen. Denn obwohl fast alle angegriffenen Firmen eine oder sogar mehrere Antimalware-Lösungen im Einsatz hatten, konnten sie sich gegen die immer raffinierteren Hackermethoden nicht schützen. Es stellt sich also die Frage, warum die etablierten Endpoint-Schutzmechanismen den Angriff nicht verhindert haben?

Das Problem ist: Klassischer Endpoint-Schutz arbeitet nach dem Blacklisting-Prinzip. Das bedeutet, dass die Bedrohung bzw. das Verhaltensmuster der Malware bekannt sein muss, damit sie erkannt und blockiert werden kann. Zwar suggerieren die Testberichte renommierter Institute mit Erkennungsraten von bis zu 100 Prozent eine vermeintliche Sicherheit vor Cyberangriffen; schlussendlich handelt es sich dabei jedoch um eine Illusion, da bei den Tests immer ein mehrere Stunden alter Viren-Pool verwendet wird.

Hacker können jedoch innerhalb von Minuten in IT-Systeme eindringen und Daten stehlen. Laut Data Breach Investigations Report 2016 geschehen 93 Prozent der Cyberangriffe innerhalb von Minuten nachdem die Schadsoftware erstmals aufgetreten ist. Von der klassischen Virenschutz-Software werden jedoch überhaupt nur ca. 80 Prozent der Malware innerhalb der ersten 24 Stunden erkannt. Fast ein Prozent der Malware-Exemplare bleibt von den Antivirenscannern sogar ein Jahr nach ihrer Entdeckung unerkannt.

Im Kampf gegen Cyberkriminalität geht es jedoch um Minuten. Dies haben diverse Ransomware-Angriffe der letzten Monate belegt. So infizierte ‚Locky‘ trotz bestehender Schutzmechanismen in den ersten Tagen nach seinem erstmaligen Erscheinen über 5.000 Endpoints pro Stunde. Auch ‚Cerber‘ blieb durch die Änderung seines Hashwerts im 15-Sekunden-Rhythmus für traditionelle AV-Lösungen zunächst unsichtbar.

Wer den Kampf gegen moderne Hacker gewinnen will, muss neue Wege gehen

„Klassischer Endpoint-Schutz reicht nicht mehr aus. Intelligente Systeme, die mithilfe cloudbasierter Scan-Technologien alle laufenden IT-Prozesse kontinuierlich überwachen, analysieren und klassifizieren, sind heute alternativlos.“ Diese These vertritt Jan Lindner, deutscher Geschäftsführer des IT-Sicherheitsspezialisten Panda Security. „Wenn wir diese intelligenten Schutzsysteme ergänzend einsetzen, dann sind erfolgreiche Angriffe durch Cryptolocker und andere moderne Malwaretypen heute vermeidbar und keinesfalls mehr akzeptabel“, erklärt Lindner weiter.

Wie sollte also eine moderne Abwehrtechnologie aussehen, die es mit den fortschrittlichen Angriffen moderner Hacker aufnehmen kann? Laut Jan Lindner bedarf es heute wesentlich mehr als eine klassische, signaturbasierte Antimalware-Lösung, um im aktuellen Cyberkrieg bestehen zu können. „Wir brauchen heute eine Kombination aus traditionellen Antiviren-Lösungen und modernen Schutzmechanismen wie Endpoint Dectection and Response, um neuartige Bedrohungen abzuwehren“, erläutert Lindner.

Die IT-Sicherheitsexperten von Panda Security setzen dabei auf ihre neuentwickelte ‚Adaptive Defense‘-Lösung, einen Managed Service, der permanent alle Anwendungen und Prozesse, die auf den Endpoints oder Servern ausgeführt werden, überwacht. Dieses permanente Prozess-Monitoring, in Verbindung mit einer intelligenten Big-Data-Analyse in der Cloud, ermöglicht die nahezu automatische Klassifizierung aller laufenden Prozesse. Jede Applikation, die nicht automatisch klassifiziert werden kann, wird zudem von IT-Experten analysiert. Alle unbekannten Anwendungen wie Cryptolocker und Zero-Day-Exploits werden aufgrund ihres Verhaltens automatisch blockiert und können keinen Schaden an den Endpoints und Servern anrichten.

Diese Fähigkeit, absolut alles zu kontrollieren, was auf den Computern der Anwender passiert, bietet einen bisher unerreichten Schutzlevel – und zwar auch schon in der Sekunde, in der der Cyberangriff passiert, und nicht erst mehrere Stunden später.

Endpoint Protection ist nicht genug | Panda Inside

Obwohl fast alle durch Verschlüsselungstrojaner wie Locky und Cerber angegriffenen Unternehmen eine Antimalware-Lösung eingesetzt haben, stellt sich die Frage, warum die etablierten Endpoint-Schutzmechanismen den Angriff nicht verhindert haben. Die Antwort darauf ist sowohl einfach als auch tragisch:Alle klassischen IT-Schutzlösungen arbeiten nach dem signaturbasierten Blacklisting-Prinzip, was bedeutet, dass die Malware bzw.