Spam-Trends

Robert Alan Soloway ist wieder draußen. Nach 32 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 700.000 Dollar sucht der "Spam King", der einst Millionen damit verdiente, Internetnutzer mit mal lästigem, mal betrügerischem E-Mail-Werbemüll einzudecken, den Weg zurück in die Gesellschaft. Soloway ist auf Bewährung entlassen, arbeitet nun für zehn Dollar die Stunde in einem Druck- und Kopiershop in Seattle – und plant sein Comeback auf der Gegenseite: Als Unternehmensberater will er künftig Firmen und Behörden beibringen, wie sie besser mit der Spamflut fertigwerden können.

Gut möglich, dass der Plan ein wenig spät kommt, denn Soloways ganz spezielle Expertise wird offenbar gerade von der Zeit überholt: 2010 war das erste Jahr, in dem das Spamvolumen insgesamt nicht mehr wuchs, sondern sogar zurückging, behaupten mehrere Internet-Sicherheitsfirmen.

Bereits im Januar hatten mehrere Honeypot-Betreiber, die mit Hilfe von "Honigtopf" genannten Lock-Servern versuchen, Spam- und Viren-Belastungen zu erfassen, einen verblüffenden Einbruch um 30 Prozent und mehr im Spam-Volumen festgestellt. Cisco erklärte damals, damit sei das Spam-Aufkommen ähnlich niedrig wie zeitweilig 2008, als mehrere große Botnetze dichtgemacht wurden. Eine Erklärung für den Einbruch ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft wurde nicht gefunden. Seitdem fluktuiert das Spam-Volumen wieder, hat aber unter dem Strich das Niveau des Herbstes 2010 nicht wieder erreicht.

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@spiegelonline

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