Mehr als jedes zehnte Betriebssystem ist nicht aktuell

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mehr als 10 Prozent der Windows-Betriebssysteme auf PCs von Privatnutzern nicht auf dem neuesten Stand. Damit gefährden sie die Sicherheit von Computern und Daten, obwohl Microsoft regelmäßig Updates zur Verfügung stellt und damit Sicherheitslücken schließt. Diese Erkenntnisse ergeben die aktuellen PSI Country Reports von Secunia für Deutschland, Österreich und die Schweiz im vierten Quartal 2014.

Gemäß den aktuellen Secunia Sicherheitsreports sind in der Schweiz 10,2, in Österreich 10,6 und in Deutschland sogar 11,3 Prozent der Betriebssysteme Windows 7, 8 und Vista ungepatcht. Ähnliche Zahlen ermittelte das Analyseprogramm Secunia Personal Software Inspector auch für Anwendungen anderer Hersteller: Zwischen 10,9 (Schweiz) und 11,7 (Österreich) Prozent der Drittanbieter-Programme auf den PCs sind nicht auf dem aktuellen Stand. Bei rund sechs Prozent der installierten Anwendungen handelt es sich sogar um sogenannte End-of-Life-Programme, die vom Hersteller nicht mehr mit Updates unterstützt werden. Dies eröffnet zahlreiche Angriffsmöglichkeiten für Hacker und Datendiebe.

„Die Gefahrenlage in der IT-Landschaft ist sehr dynamisch, auch wenn große Hersteller ständig über die Schwachstellen in ihren Programmen berichten und Patches bereitstellen“, erklärt Kasper Lindgaard, Director of Research and Security bei Secunia. „So tauchen etwa der Internet Explorer und das .NET Framework in der Top 10-Liste der gefährdetsten Programme auf, obwohl sie über Windows Update regelmäßig aktualisiert werden.“ Weitere Programme in dieser Liste sind zum Beispiel Oracle Java JRE, VLC Media Player, Apple QuickTime und Adobe Reader X. Über die Hälfte der Nutzer in den drei Ländern hat zudem nicht mehr unterstützte Versionen von Adobe Flash Player und Microsoft XML Core Services installiert.

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