Sicherheit beim Onlineshopping – was muss ich beachten?

Das Internet ist in vielen Bereichen des Lebens mittlerweile ein ständiger Begleiter. Dies gilt auch beim Kauf von Waren und Dienstleistungen. Die vielen verschiedenen Onlineshops bieten ein fast grenzenloses Einkaufsvergnügen, ohne dass die eigenen vier Wände verlassen werden müssen. Auch von unterwegs ist durch Smartphones und Tablets der Einkauf problemlos möglich. Hinter einigen Online-Shops lauern allerdings immer wieder verschiedene Gefahren. Zur Sicherheit beim Einkauf im Internet muss daher einiges beachtet werden.

Sichere Online-Shops im Internet weisen verschiedene Merkmale auf

Immer wieder werden Online-Shops für verschiedene Betrugsmaschen missbraucht. Die sogenannten Fake-Shops sehen den Originalen oftmals bis ins Detail gleich. Durch spezielle Links in diesen Shops werden persönliche Daten der Verbraucher gestohlen. Selbst Kreditkartendaten können auf diese Weise ausspioniert werden. Auch wenn die nachgestellten Shops im Internet mit Google Shopping werben, können Betrüger am Werk sein. Merkmale für Online-Shops, die nicht besonders vertrauenswürdig sind, können sein:

– auffällige Internetadressen

– falsche Gütesiegel

– unsichere Zahlungsweisen

– besonders günstige Preise

– fehlende AGB oder Impressum

– auffällig wenig aber durchgehend positive Kundenbewertungen

Die Inhaber der Online-Shops unterliegen vom Gesetzgeber her verschiedenen Informationspflichten. Bevor im Internet etwas bestellt wird, sollten sich Käufer über die Identität Ihres zukünftigen Geschäftspartners informieren. Informationen erhalten Käufer übrigens auf vielen verschiedenen Wegen. Durch den Firmennamen, die geografische Adresse oder die E-Mail-Adresse lässt sich zum Beispiel einfach ein Kontakt herstellen.

Banken können in einigen Fällen die Zahlungen rückgängig machen

Manchmal ist es einfach schon zu spät und das Geld ist an den gefakten Shop überwiesen. Falls dies der Fall sein sollte, muss sofort die Bank des Käufers kontaktiert und informiert werden. In einigen Fällen kann ein Zahlungsvorgang gestoppt oder zurückgerufen werden. Wie lange dieser Zeitrahmen allerdings ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Meist ist es abhängig von der Tageszeit oder vom Wochentag, an dem die Zahlung erfolgt. Auch von Bank zu Bank ist die Bearbeitungszeit von Zahlungsaufträgen unterschiedlich. Wurde zur Bezahlung der Waren oder Dienstleistungen im Online-Shop das Lastschriftverfahren gewählt, können die Aufträge noch bis zu acht Wochen nach dem Einzugsverfahren rückgängig gemacht werden. Käufer sollten auch in diesem Fall umgehend Kontakt mit ihrem Sachbearbeiter bei der Hausbank aufnehmen.

Bei einem Betrugsfall kann Anzeige bei der Polizei gestellt werden

Rechtlich gesehen handelt es sich bei diesen gefakten Einkäufen um Betrug. Betroffene können den Vorfall von der zuständigen Verbraucherzentrale prüfen lassen und dann Strafanzeige bei der Polizei stellen. Vorteilhaft ist, wenn der geprellte Käufer den Kaufvertrag, Bestellbestätigung und E-Mails sowie einen Screenshot des Angebots vorlegen kann. Die Polizei kann übrigens nur strafrechtlich gegen einen Betrug vorgehen, wenn eine Anzeige gegen den Shop-Betreiber vorliegt. Der Verdacht, dass es sich um einen gefakten Online-Shop handelt, reicht in Deutschland für eine Strafverfolgung nicht aus.

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