Alexa, Google-Assistant und Siri sind sehr aufmerksam und warten auf ihr Aktivierungswort, um sodann Befehle auszuführen. Von diesem Zeitpunkt an erfolgt eine komplette Sprachübermittlung an die entsprechenden Server zwecks Datenanalyse. Allerdings kann es auch passieren, dass ein gesprochenes Wort als Aktivierungswort „missverstanden“ wird.

Dann passiert dasselbe. Auch andere Smart-Home-Geräte (z.B. Fernseher, Smartphone, Waschmaschine, Kühlschrank, Stromzähler) können personenbezogene Daten erfassen und übermitteln.

Nunmehr wurde bekannt, dass u.a. Bundesinnenminister Seehofer gerne diese Daten zur Verbrechungsbekämpfung nutzen würde.

Dazu Dr. Lutz Hasse: „Wer glaubt, dass diese unter Umständen sehr persönlichen Daten vor dem Zugriff von (Strafverfolgungs-)Behörden sicher wären, irrt. Dies zeigen bereits Beispiele von Aufzeichnungsgeräten in PKWs, deren Inhalte gegen den Fahrer verwendet werden (Landgericht Köln 117 KLs 19/15, juris Rn. 140 ff.).

Ein derartig tiefes Vordringen sogar in den Wohnraum und in die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger stellt allerdings eine neue Dimension staatlicher Überwachung dar. Ich werde diesen Prozess mit Argusaugen verfolgen und das mir Mögliche unternehmen, damit das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung nicht bis zu seinem Tode weiter zur Ader gelassen wird!“.

Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit – Datenschutzbeauftragter kritisiert “smart home”-Datennutzung

Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit