Nutzer von Smartphones und Co. wurden im Jahr 2018 doppelt so häufig über ein Schadprogramm attackiert wie noch im Jahr 2017: So identifizierten die Experten von Kaspersky Lab im vergangenen Jahr weltweit insgesamt 116,5 Millionen mobile Malware-Angriffe; im selben Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 66,4 Millionen. Obwohl mehr mobile Geräte und Nutzer attackiert wurden, ist die Anzahl der schädlichen Installationspakete im mobilen Bereich um sieben Prozent zurückgegangen (2017: 5.730.916; 2018: 5.321.142).

Das bedeutet: Mobile Schadprogramme sind qualitativ hochwertiger geworden, sind präziser und richten schlussendlich mehr Schaden an. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Kaspersky-Report „Mobile Malware Evolution 2018“ hervor [1].

Aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Smartphones im privaten und beruflichen Alltag achten Cyberkriminelle verstärkt darauf, wie sie Malware verbreiten und welche Angriffsvektoren sie einsetzen können. Denn die Art und Weise, wie mobile Schädlinge auf die Geräte geschleust werden, entscheidet heute maßgeblich über den Erfolg einer Cybercrime-Kampagne. Cyberkriminelle profitieren vor allem von denjenigen Nutzern, die keine Sicherheitslösungen auf ihren Handys installiert haben.

„Im Jahr 2018 haben wir den wohl heftigsten mobilen Cybercrime-Sturm gegen Nutzer gesehen“, so Victor Chebyshev, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. „Im Laufe des Jahres beobachteten wir sowohl neue mobile Infektionstechniken wie DNS-Hijacking als auch einen verstärkten Fokus auf erweiterte Verbreitungswege wie SMS-Spam. Dieser Trend zeigt die wachsende Notwendigkeit mobiler Sicherheitslösungen, damit Nutzer unabhängig davon, wo und wie sie sich im Web bewegen, geschützt sind.“

Mobile Bedrohungen im Jahr 2018

• Doppelt so viele Malware-Angriffe: Während es im Jahr 2017 noch 66,4 Millionen mobile Angriffe waren, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 116,5 Millionen an.
• Mehr attackierte Unique Users: Die Anzahl der Nutzer, die von mobiler Malware betroffen waren, nahm im Vergleich zum Vorjahr 2017 zu, von 774.000 auf 9.895.774.
• Doppelte so viele Trojan-Droppers: Trojan-Droppers umgehen den Systemschutz und können alle Arten von Malware bereitstellen, von Banktrojanern bis hin zu Ransomware. Es wurde ein Anstieg von 8,63 Prozent auf 17,21 Prozent verzeichnet.
• Anstieg bei Erpressern: Kaspersky-Produkte schützten 80.638 Anwender in 150 Ländern vor mobiler Erpressersoftware; dabei wurden 60.176 mobile Ransomware-Trojaner-Samples entdeckt.
• Fünfmal so viele Angriffe durch Kryptominer • Mehr mobile Banking-Trojaner: Es wurden 151.359 Installationspakete für mobile Banking-Trojaner entdeckt, 1,6-mal mehr als im Vorjahr.

Kaspersky-Tipps zum Schutz vor mobiler Malware

• Anwendungen nur aus den offiziellen App-Stores, wie Google Play auf Android-Geräten oder im App-Store unter iOS, herunterladen und installieren. • Die Funktion zur Installation von Programmen aus unbekannten Quellen in den Einstellungen des Smartphones deaktivieren. • Geräte niemals „rooten“, da Cyberkriminelle darüber unbegrenzte Möglichkeiten zur Ausführung ihrer Angriffe erhalten.
• Zeitnah System- und Anwendungsupdates installieren, um Sicherheitslücken zu beheben. Aktualisierungen des mobilen Betriebssystems sollten dabei niemals von externen Ressourcen heruntergeladen werden.
• Die Verwendung einer zuverlässigen Sicherheitslösung wie Kaspersky Security Cloud [2] bietet Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen.

Mobile malware evolution 2018

Users of mobile devices in 2018 faced what could be the strongest cybercriminal onslaught ever seen. Over the course of the year, we observed both new mobile device infection techniques and a step-up in the use of tried-and-tested distribution schemes (for example, SMS spam).

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Legende
[1] https://securelist.com/?p=89689
[2] https://www.kaspersky.de/security-cloud